F90 – Was ist das?

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Warnung!

Viele Eisenbahnfans sind Menschen, die auf absoluten Realismus stehen.

Angesprochen gefühlt? Dann diesen Beitrag bitte nicht lesen. Er beschreibt eine art alternative Zeitlinie und nicht den Ist-Zustand.

F90 versteht sich nicht als Konzept oder Vision, sondern mehr als Idee und Ansatz wie viele Dinge anderes gelaufen wären.

An dieser Stelle nur eine kurze Einführung in das Thema.
Eine genauere Beschreibung, wie sich der Schienenverkehr seit Mitte der 80er Jahre entwickelt hat und welche Fehler gemacht wurden bzw. welche Probleme daraus entstanden sind, kann man unter F90 – Vor- und Hintergrundgeschichte nachlesen.

Personenverkehr

Grob skizziert, die Baureihe 101 würde es nicht geben, im InterCity und InterRegio Verkehr wären die IC-T Züge unterwegs, die IC/IR Wagen wären mindestens einmal modernisiert und im IC-Verkehr wären sehr wahrscheinlich zusätzliche neue Wagen beschafft worden.
Damit wären die IC-Wagen frei für Einsätze im Regionalverkehr, dort als schnelle InterRegio und RegionalExpress.

So ergibt sich ein deutlich bereiter gefächertes Angebot auf der Schiene.
Natürlich ist sehr fragwürdig, ob die Länder da mitspielen würden und tatsächlich schnelle durchgehende Züge bestellen. Da aber einige Länder durchaus IC-Leistungen mitbestellen, halte ich es für realistisch.

Zusammengefasst sind folgende Kernpunkte im Personenverkehr „anderes“

  • Keine Entwicklung und Beschaffung der 101, weil die 103 nicht kaputt gefahren wurde.
  • Keine Beschaffung der 143/112 anstelle von weiteren 120 bzw. 128.
  • Keine Abschaffung des InterRegio (zu gunsten eines besser ausgelasteten IC).
  • Einsatz der ICE-T Züge wie ursprünglich geplant als IC-T/IR-T.
  • Früher modenisierte und zusätzlich neu beschaffte IC-Wagen.

Wie das konkret aussieht, wird in den ständig erweiterten Beiträgen der Kategorie „F90“ erläutert.

Güterverkehr

Noch schlimmer ist die Lage im Güterverkehr. Dort sind die Probleme um einiges grösser und die Fehler gravierender.
Im Gegensatz zum Personenverkehr, wo die politische Lage vielleicht ungünstig ist, ist sie im Güterverkehr absolut verheerend. Daher würden sich sich die Punkte in einer Zusammenfassung, wie beim Personenverkehr, ein wenig wie ein Parteiprogramm mit abgehobenen Forderungen lesen.

Damit mehr Güter über die Bahn transportiert werden, muss ein passendes Angebot der Bahn dafür her.
Anderes als beim Personenverkehr, reicht es nicht aus, bessere Züge besser miteinander zu verzahnen um jemanden etwas anbieten zu können. Hier braucht es eine empfindliche Infrastruktur.

Für F90 gehen wir davon aus, es gäbe diese Infrastruktur, die dazu nötigen Strecken und Investitionen. Das ganze ist allerdings sehr komplex und wird deswegen in einzelnen Beiträgen vorgestellt werden.

Streckennetz

Um den Bahnverkehr ordentlich zu organisieren werden Schienen benötigt, klare Sache. Reibungsloser Verkehr kann nur gewährleistet werden wenn das Netz, und die damit verbundenen Einrichtungen und Bauwerke, kontinuierlich erneuert, modernisiert und ausgebaut wird. Zum Ausbau zählt auch, Strecken für den Güterverkehr zu erweitern.

Wäre das Netz der Bahn nicht Jahrzehnte lang vollständig vernachlässigt worden, gäbe es keinen massiven Investitionsstau und sicherlich deutlich weniger kritische Baustellen und not bedürftig als Langsamfahrstelle zusammengeflickte Abschnitte.
Weniger Baustellen und Langsamfahrstellen sorgen ganz nebenbei für weniger Verspätung.