Alien: Isolation

Alien: Isolation

Das Spiel ist 2014 erschienen, wurde von Creative Assemly entwickelt und von SEGA unter Lizenz von 20th Century Fox (Seit 20.03.2019 Walt Disney Company) vertrieben. Es basiert auf dem Film „Alien“ von Ridley Scott mit dem Alien von HR Giger aus dem Jahr 1979.

20th Century Fox Logo in Game

Eigentlich, ist Alien Isolation kein Spiel für mich. Trotzdem war ich schnell überzeugt es trotzdem zu spielen. Es hat eine atemberaubende Atmosphäre. Besonderes herausragend ist die genial umgesetzte Retro-Technik.

Spielprinzip

Gespielt wird aus der Frist-Person-Perspektive. Von einem Ego-Shooter zu sprechen ist, naja nicht wirklich zutreffend, man kann das Spiel beenden ohne einen Schuss abgegeben zu haben.

Man steuert die Protagonistin durch die Station, auf der Suche nach Antworten und einem Weg zurück auf der Schiff mit dem sie gekommen ist. Verstecken, Anschleichen, Puzzle lösen, Verstecken, Systeme ein- oder ausschalten. Immer auf der Flucht vor dem Alien, durchgedrehten Androiden oder Plündern.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die Handhabung schon. Es gibt ein Crafting-System, mit dem Geräte „gebastelt“ werden können. Seine Bedienung ist jedoch recht eigenartig. Ebenso die Auswahl der Geräte bzw. Waffen. Daran gewöhnt man sich aber nach kurzer Zeit. Gleiches gilt für die etwas eigenartigen Speicherpunkte.

Anderes als bei vielen neueren Titeln, gibt es so gut wie nichts zu entscheiden und keine alternativen Pfade oder Enden.

Spielwelt

Wie schon angedeutet, ist die Spielwelt das absolute Highlight.

Sevastopol, die Raumstation auf der ein Grossteil der Handlung stattfindet, ist perfekt dem original Film nachempfunden. Sie ist düster und kaputt., was aber nicht nur am Alien liegt.

Zum Zeitpunkt des Spieles sollte die Station stillgelegt werden, entsprechend wurden Wartungsarbeiten nicht durchgeführt usw. Schon zu Anfang bemerkt Ripley sehr treffend „Hier fällt alles auseinander“.

Geschichte von Sevastopol

Gebaut wurde die Station zwischen 2095 und 2105 von Lorenz SysTech Developments und dem Investor GeoFund. Sie sollte an ein Unternehmen verkauft werden. Dies scheiterte allerdings, so dass die Investoren beschlossen die Station aufgrund ihrer verkehrstechnisch günstigen Lage als Freihafen zu betrieben.

Später wurden die Verkehrsverbindungen verlegt, so dass Sevastopol nun abgeschlagen liegt. Trotzdem wurde sie 2124 von Seegson gekauft um hier kostengünstig Androiden herzustellen. Diese sollten zusammen mit dem der „APOLLO“ KI vertrieben werden. Ausserdem sollte die Station als extra solare Plattform (also praktisch eine Kolonie oder ein Aussenposten) dienen. Später wurde Gemini Exoplanet Solutions anbord geholt um Helium-3 aus dem Planeten KG-348 den Sevastopol umkreist abzubauen.

Alien: Isolation - Planet KG348

Eine weile lief die Station gut, aber bald gab es erneut finanzielle Schwierigkeiten. So wurde 2137 beschlossen die Station zu schliessen.

Aufbau von Sevastopol

Die Station besteht aus drei Türmen, die auf einer Basis aufgebaut sind. Unten befindet sich der Computer „APOLLO“ und der Reaktor. Verbunden sind sie mit dem sog. Towerlink System, einer Bahn, welche Kabinen zwischen zwei Haltestellen hin- und herschickt. Wobei nur eine Kabine pro Verbindung zwischen zwei Punkten im Einsatz ist.

Die drei Türme sind wie folgt bezeichnet:

  • Lorenz SysTech Spire
    • Seegson Kommunikationszentrale
    • Techsupport
    • Gemini Exoplanet Solutions
  • SciMed Tower
    • San Cristobal Medical Facillity
    • Seegson Synthetics
    • Towerlink Control Center
  • Solomons Habitation Tower
    • Wohnungen
    • Raumfahrtterminal
    • Solomons Galleria (Einkaufszentrum)
    • Büro des Marshal

Zurück zur Spielwelt

Die Entwickler haben sich sehr viel Mühe gegeben, die Station wie die Nostromo wirken zu lassen. Um die dadurch entstehende optische Ähnlichkeit des Innenlebens zu erklären, wurde die Station etwa zur selben Zeit gebaut wie die Nostromo. Sie ist bis in den letzten Winkel authentisch konstruiert. Natürlich wirken einige Anlagen aus heutiger Sicht etwas eigenartig und viele Wege sind fürs Gameplay entstanden, irgendwo muss man sich vor dem Alien verstecken usw.

So wurden Bandlaufwerke, CRT Monitore mit einfarbiger Anzeige (z.B. Schwarz-Grün, Schwarz-Orange) usw. benutzt. Für die Ausstattung galt, es musste 1979 möglich gewesen sein sie zu erschaffen. Vieles, beispielsweise die Korridore, wurden nach den original Plänen des Films entworfen, die 20th Century Fox zur Verfügung gestellt hat. Es entsteht wirklich die Atmosphäre des Films und auch dessen klaustrophobischen Züge. Im Gegensatz zu anderen SciFi Reihen, wie Star Trek, die saubere, aufgeräumte, symmetrische helle Raumschiffe/Stationen besitzen, gleicht es im Film (und somit im Spiel) eher einer Müllhalde. Den Film zu kennen, ist übrigens keine Voraussetzung um das Spiel zu mögen. Alles wichtige wird einem erzählt. Ich persönlich wusste zwar von dem Film und das Ende ist nicht sehr schwer zu erraten, aber hatte ihn vorher nicht gesehen. Nach dem Spiel habe ich das nachgeholt.

Besonderes ist auch das Alien selbst. In den meisten Fällen agiert es ohne festes scripting. Das bedeutet, man kann auf das Alien treffen, oder halt nicht. So kann es vorkommen, dass man in einem Missionsabschnitt komplett in ruhe gelassen wird. Macht man allerdings zu viel Lärm, wird das Alien vorbeikommen und nach dem rechten sehen. Normalerweise trifft man nicht auf das Alien bevor es einem offiziell „vorgestellt“ wird. Ist man zu laut oder bleibt zulange an einem Ort, kann es einem passieren, dass man schon vorher von ihm getötet wird. Manchmal wird man sehr genervt und verbringt viel Zeit in Schränken, unter Tischen oder … wird getötet … und direkt noch mal. Zwar ist es oft frustrieren, aber es gehört einfach dazu. Dann gilt es zu denken „Alien, kannst du nicht wo anderes doof sein“ und weiter zu machen.

DLC

Es sind sieben DLCs erschienen. Davon konnte man fünf über den Season Pass erwerben. Die anderen beiden, Crew Expendable und Last Survivor mussten dennoch extra erworben werden.

Allerdings sind grade diese beiden DLCs die interessanten. Dort kann man, im englischen mit den Stimmen der original Schauspieler(!) Teile der Story des originalen Alien Films nachspielen. Entsprechend gross war die Verärgerung der Spieler.