LEGO® – Winter Village Station (Set 10259)

Zu Weinachten hatte LEGO® in den vergangenen Jahren mehrere Exklusiv-Modelle für das „Winter Village“ verkauft. Darunter ein Spielzeugladen und ein Zug mit Dampflok.
Der Zug (Set 10254) bekommt dieses Jahr mit Set 10259 einen Bahnhof. Besonderheiten der „Winter Village“ Modelle ist, dass die Gebäude weisse und somit schneebedeckte Dächer haben.

In dem 902 Steine umfassenden Set sind neben dem Bahnhofsgebäude, fünf Minifiguren, ein Oldtimer-Bus mit Frontmotor, ein beschrankter Bahnübergang und vier Schienen enthalten. Das Gebäude umfasst einen Uhrenturm, Fahrkartenausgabe, ein Café und eine überdachte Bank am Bahnsteig.

Bus

Er erinnert an Fahrzeuge die in den 1930er bis in die 1950er Jahren unterwegs waren. Beispielsweise FBW AN40, Mercedes O2600, MAN MP  oder Opel Blitz mit Busaufbauten. Wie damals üblich, ist der Motor des Busses vorne unter einer Motorhaube untergebracht. Mercedes-Benz brachte 1951 den ersten Bus mit Heckmotor auf den Markt. Neben der Motorhaube wertet der Bus noch mit zwei anderen zeittypischen Besonderheiten auf, zum einen der Dachgepäckträger und zum anderen die einzige Tür ist eine „normale“ Klapptür vorne beim Fahrer.

Im Innenraum finden neben dem Fahrer noch drei weitere Personen platz. Die Verpackung und die Bauanleitung legen nahe, dass Oma und Enkelsohn den Bus nutzen „sollen“. Dabei gibt es allerdings Problem, da sich das Kind nicht auf den Sitz setzen kann und die Harre der Oma ebenfalls das sitzen blockieren.

Ein Tipp noch: Mit einer minimalen Modifikation lässt sich der Bus ganzjährig nutzen. Einfach die beiden Weihnachtskränze von den Seiten entfernen.

Bahnhofsgebäude

Wie schon erwähnt, sind im Bahnhof ein Ticketschalter und ein Café untergebracht. Beide sind in einzelnen Gebäudeteilen untergebracht, die jeweils Links und Rechts von der Eingangstür im Uhrenturm angeordnet sind sind. Die Uhr, die an drei Seiten des Turmes hängt, ist ein eigenes für dieses Set gedrucktes Teil. Sie ist in Metallic-Optik und passt mit den alten Zeigen perfekt zum restlichen Gebäude. Das Dach des Turmes ist eine einfach wie geniale Konstruktion. Um die trapezförmigen Dachteile abzuschrägen, sind diese mit Scharnieren (Teil 4515368 und 4598526) befestigt, in der Mitte befinden sich 2×2 Steine und für den nötigen Abstand zwischen Trapezen und 2×2-Turm sorgen Gleitnoppen.
Der Ticketschalter ist von aussen  ganz klassisch ausgeführt, mit Scheibe und durchreiche für Geld und Fahrkarten darunter. Innen besitzt er einen normalen Tresen, ohne Scheibe.
Das Café, oder besser ein Coffee Shop, ist wie der Fahrkartenschalter, von innen und aussen zugänglich. So kann direkt vom Bahnsteig durch ein Klappfenster Kaffee bestellt werden.

Weiterhin ist die Station mit einer Zugangsrampe, die nahezu mit dem Rollstuhl aus Set 60154 befahrbar ist, zwei Lampen und einem roten Briefkasten ausgestattet. Auf dem Bahnsteig befinden sich Reste vom Schnee, die teilweise von der Kante hängen, die Verpackung verrät dass der Schnee von der Frau aus dem Coffee-Shop beseitigt wurde.

Von der Grösse, ist der Bahnhof eher als S-Bahn Station geeignet. Für einen vollwertigen Bahnhof ist der Bahnsteig einfach zur Kurz. Leider könnte nicht einmal der vorgesehene Zug am Bahnsteig stehen. Er würde bis über den Bahnübergang reichen. Selbst die Strassenbahn aus Set 60097 passt nicht an den Bahnsteig, allerdings könnte man die Tram um den Fahrradwagen kürzen, so dass sie passt. Mit dem Wagen, steht sie bis zur Zugangsrampe, was noch stimmig aus sieht. Strassenbahn und Bahnhof passen trotz des offensichtlichen stark auseinanderliegenden Baujahres sehr gut zusammen.

Bahnübergang

Zum Schluss, der Bahnübergang. Dieser besteht aus einer acht Noppen breiten Durchfahrt, zwei 12×1 Schranken und zwei Warnschildern. Die Schranken sind einfach gehaltene Platten mit Fliesen und als Gelenk dient ein Scharnier aus Teil 4598526 und 4611700.
Die Durchfahrtsbreite von acht Noppen reicht für einspurigen Verkehr grade so aus. ein sechs Noppen breiter LKW mit breiten Reifen, z.B. aus Set 60152 oder 60002, hat da schon seine Probleme. Mit der Doppelbürste aus Set 60152 kommt der LKW dann zur Schneeräumung nicht mehr über den Bahnübergang.

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RailWorks / Train Simulator – Freies Spiel / Freeplay

Ein sehr häufiger Suchbegriff auf dieser Seite ist die Frage, wie man ein Freies Spiel in RailWorks erstellt.

Die Antwort ist überraschend einfach.

  1. Im Hauptmenü, klickt ihr auf den Punkt „Erstellen“ (Eine Schiene mit einem Hammer, die ein Kreuz bilden).
  2. Wählt dann den Reiter „Szenario“ aus.
  3. Sucht aus der Liste die Strecke aus, die ihr benutzen möchtet.
  4. Klickt danach unten auf „Neues Szenario“. Das kann ggf. eine ganze Weile dauern.
  5. Im neuen Fenster müsst ihr einen Namen vergeben, auswählen welche Art ihr möchtest (in diesem Fall vermutlich „Szenario für das freie Erkunden“) und den Ort, wo die Kamera starten soll. Bestätigt eure Auswahl mit einem Klick auf „Erstellen“
  6. Es folgt der Ladebildschirm, der je nach Strecke unterschiedlich lange braucht.
  7. Ihr schaut jetzt auf einen quadratischen Marker, mit einem Zug-Symbol drauf. Rechts wird, ggf. nach dem ihr es mit der Maus berührt habt, ein Flyout angezeigt, wo ihr den Namen, die Beschreibung usw. eingeben könnte. Unten habt ihr zusätzlich die Möglichkeit Uhr- und Jahreszeit, sowie Wetter festzulegen. An diese Einstellungen kommt man später wieder, wenn man den Marker doppelt anklickt.
  8. Links am Rand befinden sich drei weitere Flyouts. Interessant ist erst einmal der mittlere. Darin könnt ihr alle Objekte auswählen. Wichtig ist, dass nur aktivierte Addons in der Liste angezeigt werden.
  9. Um weitere Addons in diesem Szenario zu aktivieren, klickt auf den kleinen Button mit dem Quader und dem Play-Zeichen. Daraufhin ändert sich das Flyout am rechten Rand.
  10. Dort habt ihr nun ein Dropdown und eine Liste. Mit dem Dropdown könnt ihr die „Hersteller“ wählen, z.B. DTG und in der Liste das jeweilige Addon, z.B. BR155Pack01. Setzt bei beiden Boxen einen Haken. Das könnt ihr bei beliebigen Addons machen. Beachtet aber, das RailWorks eine 32bit Anwendung ist und nur sehr begrenzt Arbeitsspeicher nutzen kann. Zu viele Addons führen zu Abstürzten.
  11. Habt ihr alles ausgewählt, könnt ihr im mittleren linken Flyout unter dem jeweiligen Button (die 155 unter Lokomotiven) die gewählten Fahrzeuge sehen. Mit einem links Klick wird das Fahrzeug ausgewählt und an den Mauszeiger gehängt. Ihr könnt es mit einem weiteren Links klick, auf einer freien Stelle abstellen.
    Dies kann man je nach bedarf weiderholen. Hier ist wieder die Sache mit dem Arbeitsspeicher zu beachten.
  12. Jetzt müsst ihr nur noch „Fahrer“ auf die Loks setzen. Im oben rechten Flyout, wählt ihr den Button Fahrer, ein Kopf mit Mütze, und klick danach auf die gewünschte Lok.
  13. Sollte der Fahrer auf der falschen Seite sein, könnt ihr die Lok noch einmal anklicken und mit dem grossen Pfeil umdrehen.
  14. Je nach Wunsch noch Wagen an die Lok(s) anhängen. Dabei darauf achten, dass diese korrekt einrasten und nicht überlappen.
  15. Abschliessend drückt ihr unten rechts auf den grossen Play-Knopf und speichert.
  16. Es wird wieder geladen. Ist dies fertig, könnt ihr euch mit dem Pfeiltasten bewegen und mit der linken Maustaste eine Lok auswählen.
  17. Wollt ihr die Lok später wechseln, drückt zunächst 1 um ins Fahrerhaus zu kommen und danach 8 für die freie Kamera. Nun könnt ihr eine weitere Lok auswählen.

Ein Szenario für das freie Erkunden ist z.B. dann sehr hilfreich, wenn man grade ein neues Addon mit mehreren Loks installiert hat und sich diese ohne die Hektik eines normalen Szenarios ansehen möchte.

RailWorks / Train Simulator
Urspünglich von Kuju Entertainment als Rail Simulator und Nachfolger des legendären Train Simulator von Microsoft entwickelt. Veröffentlicht wurde er am 12. Oktober 2007.
Die aktuelle Version des Spieles ist der Train Simulator 2018.
Dabei handelt es sich um einen Eisenbahnsimulator, der das Fahren von Loks bzw. Triebwagen simuliert. Weitere Informationen in meinem Beitrag dazu.

F90 – Fern- und Expressverkehrsnetz

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Warnung!

Viele Eisenbahnfans sind Menschen, die auf absoluten Realismus stehen.

Angesprochen gefühlt? Dann diesen Beitrag bitte nicht lesen. Er beschreibt eine art alternative Zeitlinie und nicht den Ist-Zustand.

Im Beitrag „F90 – InterRegio“ werden zwei verschiedene InterRegios vorgestellt, die neben dem InterCityExpress und InterCity verkehren. Auf den ersten Blick ergibt dies nur wenig Sinn. Insbesondere der InterRegioExpress der scheinbar in Konkurrenz zum InterRegio fährt. Der Sinn dieser Verbindungen erschliesst sich erst bei einem Blick auf der Fernverkehrsnetz. So beklagen sich viele Städte (nicht erst seit heute) darüber, dass die vom Fernverkehr abgehängt sind oder werden. Als Beispiel sei Köthen in Sachsen-Anhalt genannt. Dort kämpften die Bürger und die Stadt darum dass die Züge des IC56 (Norddeich – Leipzig) weiterhin hielten.
Andere Städte sind ebenfalls davon betroffen. So liegen Städte wie Stuttgart, Saarbrücken oder Kiel (alle drei Landeshauptstädte) weit abgeschlagen vom Fernverkehr. Zum nächsten Fahrplanwechsel werden diese nur noch von einzelnen Zügen des Fernverkehrs angefahren. Kiel soll in langfristiger Planung nur noch zur Hauptverkehrszeit überhaupt vom Fernverkehr angefahren werden. Fernverkehr sonst nur noch ab Hamburg.
Ausnahme Stuttgart, wo weiterhin noch eine ICE Linie nach München durchgeschliffen wird, alle zwei Stunden. Grade Stuttgart verliert zwei IC-Takt-Linien. Die eine wird, sobald die Talent 3 Fahrzeuge verfügbar sind zum Regionalverkehr und die andere wird durch Doppelstock IC2 Züge ersetzt. Beides Verbindungen die durch die Länder bestellt werden. Die Bahn setzt darauf, dass die Länder die IC Leistungen als RE direkt bestellen. In vielen Bereichen funktioniert das gut, da macht es nichts wenn die IC2 Züge dort fahren, das Angebot entspricht dem RE der sonst gefahren wäre.

Warum macht die Bahn das?

Die Länder stehen ihr im Regionalverkehr extrem feindlich gegenüber und tun alles damit die Bahn ihre Ausschreibungen nicht gewinnen kann, notfalls werden Formfehler erfunden. So holt die Bahn sich verlorenes Geld über IC als RE direktvergaben zurück.
Interessant ist, dass viele dieser IC-Linien früher eigentlich einmal IR-Linien gewesen sind. Grade die eben erwähnten IC56 und die beiden Stuttgarter Linien. Am dessen Ende wurden die Linien in ICs umgewandelt. Damit wollte die Bahn, wie so oft, ihre Bilanz für den Börsengang auf hübschen.

Angebot und Nachfrage

Oft werden solche Entscheidungen mit der fehlenden Nachfrage begründet. Doch, die Nachfrage besteht in diesen Städten durchaus. Ein anderes Problem kommt auf, wenn kein Angebot besteht, kann es nicht genutzt werden. Wird in einer Stadt kein Fernverkehrshalt mit sinnvollen Zielen angeboten, wird niemand das Angebot nutzen. Natürlich, in Kiel fährt ein ICE ab, nach Wiesbaden über Hamburg, Hannover und Frankfurt/Main. Wer nach Wiesbaden, Hannover oder Frankfurt möchte kann diesen Zug nutzen, nach Basel, Berlin, Bremen, Köln, München, Ruhrgebiet oder Stuttgart möchte muss nicht nur umstiegen, dem rät die Reiseauskunft zur Nutzung des RE70 nach Hamburg, wegen bessere Anschlüsse oder man muss nach Hannover durchfahren weil die Verbindungen Hamburg -> Ruhrgebiet nicht zustande kommen. Als Bahn darf man sich da natürlich nicht wundern, wenn die Leute eher Auto und Fernbus nutzen.
Die Frage ist aber, kann die Bahn primär etwas dafür? Da ist die Antwort so ein Jaein mit Tendenz zum Nein. Es gibt keinen politischen Willen und, ganz ehrlich, die Kapazität des Netzes gibt es nicht her. Weder die Strecken noch die Fahrzeuge. Hamburg Hbf arbeitet eh schon über der Kapazitätsgrenze.

ICE/IC Grundnetz

Aktuell besteht das ICE/IC Grundnetz aus folgenden Verbindungen.
Natürlich gehen einzelne Verbindungen darüberhinaus und einzelne Züge fahren auf vielen weiteren Strecken, es gibt also insgesamt sehr viel mehr Fernverkehrsverbindungen wie aufgelistet. Es geht aber nur um die Grundlinien, die Stündlich/zwei Stündlich bedient werden und nicht durch externe Auftraggeber bestellt oder Gesellschaften (wie die CD, DSB oder SBB) gefahren werden.

InterCityExpress

  • Hamburg – Hannover – München
  • Hamburg – Berlin
  • Hamburg – Hannover – Frankfurt – Basel SBB
  • Berlin – Hannover – Ruhrgebiet – Köln
  • Berlin – Leipzig – München
  • Berlin – Hannover – Frankfurt – Stuttgart
  • Köln – Frankfurt – München

ICE1 - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.

InterCIty

  • Hamburg – Bremen – Ruhrgebiet
  • Hannover – Magdeburg – Leipzig

Wenn man sich die reinen IC-Verbindungen ansieht, fällt einem etwas ganz deutlich auf. Die Bahn hat seit Jahren diese Verbindungen konsequent durch Länder-RE oder ICE ersetzt. Viele Experten sehen darin eine direkte Folge der Gewinnoptimierung für den geplanten Börsengangs der Bahn.

Links zum Kartenmaterial

Wer möchte, kann sich das Streckennetz der Deutschen Bahn als PDF ansehen. Dieses findet ihr hier:
https://www.bahn.de/p/view/service/fahrplaene/streckennetz.shtml

Was bringen zusätzliche IRE/IR Verbindungen?

Auf den ersten Blick erscheinen die IRE/IR-Züge ziemlich überflüssig. Doch das täuscht. Bedingt durch die Umwandlung und Einstellung von IR in IC und von IC in ICE, gab es eine starke Verzerrung im Netz. Viele Halte sind dadurch weggefallen oder in sog. Tagesrandlage gedrängt worden.
Problem bei der Bahn, sie konkurrieren gegen die Flugzeug-Direktverbindungen. Da müssen direkte schnelle Züge her, die wenige und nur wichtige Halte bedienen. Eigentlich das Kerngeschäft des ICE. Auf den Strecken wo kein ICE fährt, aber trotzdem schnelle Verbindungen zwischen grossen und wichtigen Städten angeboten werden sollen, gibt es den IC. Allerdings setzt man dort ebenfalls auf ICE-Züge, was … einfach nicht gut gehen kann. Die ICs müssen zusätzlich viele kleinere Halte bedienen, weil, wie schon erwähnt, die Politik sie dazu zwingt.
Der Nutzen von zusätzlichen InterRegio Leistungen, diese können als langsamere Züge diese Stationen anfahren, die von ICE/IC nicht angefahren werden können. Im Gegensatz zu RegionalExpress Zügen können sie aber deutlich längere Streckenverläufe haben. Insbesondere über Landesgrenzen hinaus. Ein Beispiel: Die RE19 (NDS) Fahrten von Wilhelmshaven über Oldenburg nach Bremen, diese entspringen der IR Fahrten von Wilhelmshaven nach Bremen/Leipzig/Berlin/Cottbus. Hier fährt der IR/RE19 die Bahnhöfe Hude und Delmenhorst mit an.
Grade im Hinblick auf die Konkurrenz von den Fernbussen, die von eben diesen Städten abfahren und solche anfahren, die entweder vom Fernverkehr abgehängt wurden oder nur schwer erreichbar sind.

Wie geht das besser?

Wir gehen mal davon aus, es gäbe den politischen Willen und die entsprechende Netzkapazität. Das ist schliesslich die Grundidee des Themenbereiches „F90“. Eben so nehmen wir an, dass in Ostdeutschland die notwendigen Strecken zur Verfügung stehen.
Natürlich sind die schnellen ICE-Strecken zwischen den wichtigen Städten notwendig. Als direkte Alternative zum Flugzeug. Allerdings sollten diese sich wirklich darauf beschränken und andere Strecken im InterCity überlassen, der dann mehr Zwischenhalte bedienen kann.
Beispielsweise auf der Strecke Hamburg – München über Hannover und Würzburg, wo einzelne ICE in Lüneburg, Uelzen, Göttingen und Fulda halten. Schön, dass diese Städte sagen können sie sind ICE-Halt, schöner wäre aber eine Einbindung in einen IC-Takt. Von Kassel-Wilhelmshöhe reden wir mal besser nicht. Diese ICE halten konsequent nur noch in Hamburg (Altona, Dammtor, Hauptbahnhof und Harburg), Hannover und Würzburg (ggf. Nürnberg). Die ICs fahren auf der selben Strecke und halten entsprechend in Lüneburg, Uelzen, Göttingen und Fulda.
Die Idee ist, ein schnelles Grundnetz, mit langsameren Ergänzungslinien und zusätzlichen Verbindern. Darüber soll jeder Punkt erreicht werden können und da sich Umstiege nicht vermeiden lassen, Anschlüsse an geeigneten Knoten hergestellt werden. In etwa wie in der Anfangszeit des InterCity, wo man geeignete Anschlüsse hatte und die, sofern möglich, am selben Bahnsteig.
Auf den Karten wird auffallen, dass z.B. Lübeck nicht vom Fernverkehr angebunden ist. Hier wird davon ausgegangen, dass die Dänische Staatsbahn (DSB) weiter mit ihren Zügen auf dieser Strecke nach Kopenhagen fährt. Es ist wenig sinnvoll wenn hier IC/IRE Züge als Konkurrenz angeboten werden. Von einem solchen Angebot verlieren am Ende beide Bahnen. Was Sinnvoll sein kann, in der Urlaubszeit mit aus Hamburg verlängerten Zügen nach Lübeck zu fahren. Dafür ist aber keine eigene Linie notwendig.

Netzübersicht

Im folgenden ein Überblick über die Linien die sich aus dem oben geschriebenen ergeben. Natürlich bedarf dies an einigen Stellen einen nicht unerheblichen Streckenausbau.
Die Liste ist möglicherweise nicht ganz vollständig, es können insbesondere Zwischenhalte fehlen.

InterCityExpress

Dargestellt sind weitgehend alle Unterwegshalte

  • 1 Hamburg – Hannover – Würzburg – Nürnberg – München
  • 2 Hamburg – Hannover – Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Offenbach – Basel SBB
  • 2 Hamburg – Hannover – Frankfurt – Mannheim – Suttgart – München
  • 3 Hamburg – Bremen – Ruhrgebiet – Köln – Frankfurt – Mannheim – Suttgart – München
  • 4 Berlin – Hamburg
  • 5 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  • 5 Berlin – Leipzig – Frankfurt
  • 6 Köln – Ruhrgebiet – Hannover – Berlin
  • 7 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – München
  • 7 Köln – Frankfurt – Leipzig – Berlin

ICE3 - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.

InterCity

Dargestellt sind die meisten Unterwegshalte

  • 11 Flensburg – Hamburg – Uelzen – Hannover – Frankfurt
  • 12 Kiel – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Ruhrgebiet – Köln – Koblenz – Frankfurt
  • 12 Kiel – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Ruhrgebiet – Köln – Koblenz – Mannheim – Karlsruhe – Basel SBB
  • 14 Hamburg – Wittenberge – Berlin
  • 15 Hamburg – Uelzen – Hannover – Fulda – Würzburg – München
  • 16 Norddeich – Leer – Oldenburg – Bremen – Hannover – Magdeburg – Leipzig
  • 17 Norddeich – Leer – Münster – Ruhrgebiet – Köln – Koblenz – Trier – Saarbrücken – Luxemburg
  • 18 Leipzig – Berlin – Rostock
  • 19 Dresden – Berlin – Binz
  • 20 Dresden – Leipzig – Nürnberg – München
  • 21 Dresden – Leipzig – Magdeburg – Wittenberge – Hamburg
  • 21 Dresden – Leipzig – Magdeburg – Wittenberge – Rostock
  • 22 Köln – Ruhrgebiet – Hamm – Hannover – Wolfsburg – Berlin
  • 22 Köln – Ruhrgebiet – Hamm – Hannover – Magdeburg – Berlin
  • 23 Köln – Ruhrgebiet – Kassel – Erfurt – Leipzig
  • 24 Köln – Koblenz – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • 25 Aachen – Düren – Köln – Ruhrgebiet – Fulda

IC-T 411 - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.


DB 182 + IC - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.

InterRegioExpress

Dargestellt sind wichtige Unterwegshalte

  • 31 Flensburg – Neumünster – Hamburg – Lüneburg – Uelzen – Celle – Hannover
  • 32 Hamburg – Bremen – Osnabrück – Reine
  • 33 Hamburg – Rostock – Binz
  • 34 Norddeich – Leer – Münster – Ruhrgebiet – Köln – Koblenz – Trier – Saarbrücken
  • 35 Hannover – Goslar – Magdeburg – Berlin
  • 36 Dresden – Leipzig – Berlin – Rostock – Binz
  • 37 Köln – Koblenz – Mannheim – Stuttgart – Singen – Basel SBB
  • 37 Köln – Koblenz – Mannheim – Stuttgart – Singen – Zürich HB
  • 38 Trier – Saarbrücken – Mannheim – Stuttgart – Ulm – Lindau
  • 39 Karlsruhe – Stuttgart – Aalen – Nürnberg
  • 40 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – Nürnberg
  • 41 Augsburg – Ulm – Aulendorf – Ravensburg – Lindau
  • 41 Augsburg – Ulm – Aulendorf – Ravensburg – Konstanz
  • 42 Wilhelmshaven – Oldenburg – Osnabrück – Münster – Ruhrgebiet

187 + IRE Langzug - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.


IRE-TD 605 - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.

InterRegio (Auswahl)

Dargestellt sind wichtige Unterwegshalte

  • Aachen – Mönchengladbach – Düsseldorf – Ruhrgebiet
  • Aachen – Düren – Köln – Düsseldorf – Ruhrgebiet
  • Münster – Düsseldorf – Köln – Koblenz
  • Stuttgart – Esslingen – Reutlingen – Tübingen
  • Stuttgart – Böblingen – Rottweil – Tuttlingen – Konstanz
  • Stuttgart – Esslingen – Deutlingen – Endlingen – Altshausen – Aulendorf
  • Würzburg – Ansbach – Ingolstadt – München
  • Wilhelmshaven – Oldenburg – Bremen – Hannover – Goslar
  • Wilhelmshaven – Oldenburg – Osnabrück

DB 245 + IR - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.


Talent2 IR - Grafiken: Marc Le Gad CC-BY-NC-SA t.w. modifiziert.

Zusätzliche internationale ICE/TGV/RJ Linien (Auswahl)

Dargestellt sind wichtige Unterwegshalte

  • Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – München – Wien (RJ)
  • Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – München – Budapest (RJ)
  • Frankfurt – Köln – Aachen – Brüssel
  • Frankfurt – Köln – Amsterdam
  • Paris – Mannheim – Frankfurt (TGV)
  • Paris – Mannheim – Suttgart – München (TGV)
  • Hamburg – Lübeck – Puttgarden – Kopenhagen (DSB)
  • Hamburg – Flensburg – Frederica – Kopenhagen (DSB)
  • Hamburg – Flensburg – Frederica – Aalborg (DSB)

Die Wirklichkeit

Zum Abschluss noch ein Hinweis darauf, was wirklich geplant ist.
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2030-deutschlandtakt.html?nn=216420

Chris Sawyer’s Locomotion / Transport Tycoon / OpenTTD

Transport Tycoon (Deluxe, kurz TTD) erschien 1994, Programmiert wurde es von Chris Sawyer und von MicroProse (heute Atari SA) veröffentlicht.
2004 wurde von Chris Sawyer zusammen mit Atari und der Technik von RollerCoaster Tycoon 2, Locomotion als quasi Nachfolger veröffentlicht.
Ebenfalls 2004 begann die Entwicklung von OpenTTD, welches zunächst auf den Dateien des originalen TTD aufbaute und seine Grafiken nutzte. Seit 2008 ist es vollständig unabhängig davon und als Open Source veröffentlicht.

Allgemeines

Natürlich besteht zwischen den drei Spielen ein wesentlicher Unterschied. Allerdings sind die alle so eng verwand, dass ich sie zusammen vorstellen möchte.
Während TTD und OpenTTD sehr dicht bei einander liegen, ist Locomotion eher eine „Light“-Variante. Mit einer detaillierten Grafik, aber deutlich reduzierter Komplexität. Letzteres macht allerdings den Multiplayer interessanter, da man sich nicht im Mircomangement oder die Frage, wie man das Depot nun irgendwie angebunden bekommt verfängt.

Spielprinzip

Alle drei Spiele sind nach dem selben Prinzip aufgebaut: Transportiere Fracht und/oder Passagiere von A nach B.
Um dies zu erledigen, kann der Spieler Strassenfahrzeuge, Züge, Flugzeuge und Schiffe einsetzen. Je nach Spiel, sind natürlich unterschiedliche Fahrzeuge/Typen enthalten.

Hört sich jetzt erst mal nicht ganz so spannend an.
Die Sache ist allerdings deutlich komplexer. Es muss neben dem reinen transportieren noch darauf geachtet werden, die Einrichtungen (wie z.B. Fabriken) mit Material versorgen. Wird die ganze Produktionskette (z.B. vom Kohle/Erz-Bergwerk, über das Stahlwerk, Warenfabrik zur Stadt) einbezogen, lassen sich die Produktionsraten erhöhen und somit noch mehr Gewinn machen.
Aber Vorsicht, im Spielverlauf eröffnen neue Industrien und schliessen andere. Das kann einem die Linienführung ganz erheblich zerstören und das Spiel bleibt interessant.

Die Verkehrswege, also Schienen, Strassen usw. müssen dabei ebenfalls durch den Spieler gebaut werden. Städte haben bereits Strassen, die genutzt werden können. Meistens ist es sogar notwendig, wenn Fracht in die Stadt geliefert werden soll.

Beliefert man die Städte, gleich ob mit Waren oder Passagieren, so beginnen diese zu Wachsen. Nach einigen Spieljahrzenten, gleich die Sätdte oft aufgeplatzten Sofakissen. Der Bau von Bahnhöfen ist dann praktisch unmöglich. Zwar wäre es möglich Häuser dafür abzureissen (was den Ruf bei der Stadt verschlechtert) allerdings räumt einem die Stadt oft nicht die notwendigen Rechte ein. Selbst wenn, verliert man sie, weil der Ruf sinkt. Grade im späteren Multiplayerspiel, stellt das häufig eine grosse Herausforderung da.

Spielwelt

Bei allen drei Spielen ist die Ansicht Isometrisch, wie es zum erscheinen von TTD üblich war. Als Welt dient eine Karte aus quadratischen Kacheln, welche an den Ecken und Kanten oder komplett erhört sein können. So lassen sich Berge, Täler, Buchten usw. schaffen. Üblicherweise befindet sich auf einer Ebene Wasser. Alle drei Spiele bieten einen Szenarioeditor mit dem sich eigene Karten erschaffen lassen. Für Locomotion gibt es von der Community entwickelte Tools mit denen sich aus Highmaps einfach Landschaften erschaffen lassen.

Ein Satz zur Grafik, Bei OpenTTD ist sie der originalen DOS-Grafik nachempfunden, während bei Loco die selbe Grafik wie bei RollerCoaster Tycoon zum Einsatz kommt.

Multiplayer

Sowohl TTD, OpenTTD als auch Locomotion bieten die Möglichkeit das Spiel im Multiplayer mit anderen zusammen zu spielen. Leider ist die Anzahl bei Locomotion auf zwei Spieler begrenzt. OpenTTD hingegen, können (theoretisch) 255 Spieler mit 15 Firmen spielen. Zusätzlich ist es bei TTD möglich, das Spiel auf einem dedizierten Server zu spielen. Einige andere Probleme, die im Multiplayer auf dedizierten Servern von OpenTTD auftreten (z.B. das alle Industrien verschwinden) lassen sich in Loco durch bessere Optionen lösen.

Von den verfügbaren Wirtschaftssimulationen ist der Multiplayer von Locomtion bzw. OpenTTD, meiner Meinung nach, der beste aktuell verfügbare.
Zwar bieten andere Spiele, z.B. Anno 2070 zwar einen Multiplayer Modus an, jedoch nur ein wirklich geeignetes Szenario und leider keine Möglichkeit eigene zu erschaffen. Da durch wird das Spiel leider extrem schnell langweilig.
Bei Loco lässt sich im Szenarioeditor einstellen welche Bedingungen zum „Sieg“ führen, bei OpenTTD kann dies über entsprechende Scripte erledigt werden, ansonsten spielt man praktisch ein „Endlosspiel“.

Mods

Sowohl für OpenTTD als auch für Locomotion gibt es eine gewaltige Anzahl von Mods. Nahezu alle deutschen und amerikanischen Fahrzeuge sind verfügbar. Dazu kommen neue Bahnhöfe, Industrien, sonstige Gebäude, Signale usw.
Bei Locomotion stösst man allerdings auf das Problem, dass sich nur eine sehr begrenzte Zahl an Mods laden lassen. Grade was Signale und Schienen angeht, sind für die Nutzung der Mods erweitere Kenntnisse erforderlich.
An dieser Stelle könnte eine Lange… wirklich sehr lange Liste … von wirklich hervorragenden Mods stehen. Allerdings würde ich sicherlich noch welche vergessen und wirklich übersichtlich wäre es auch nicht. Deswegen verzichte ich an dieser Stelle darauf.

Links und Infos

Homepage von TTDPatch
Homepage von OpenTTD (Englisch)

Sluban – M38® Linienbus (Set B0330)

Beim LEGO® Linienbus hatte ich auf die deutlich besseren Türen der „nachgemachten“ Modelle chinesischen Hersteller hingewiesen.
Eins dieser Fahrzeuge, und seine Türen, möchte ich näher vorstellen.

Der Bus

Es handelt sich um einen Solobus in Niederflur Ausführung mit zwei Türen und Klimaanlage. Er bietet Platz für fünf Fahrgäste und den Fahrer. Für Gepäck gibt es keinen extra Platz, die normalen Koffer können aber im hinteren Teil, gegenüber der Sitze verstaut werden.
Die Klimaanlage auf dem Dach dient gleichzeitig als Griff um das Dach abzuheben. So lassen sich einfach Figuren in den Bus setzen (oder wieder raushohlen). Als Motorisierung vermute ich einen Elektroantrieb (der LEGO® Bus ist laut Aufschrift ein Hybrid), da die Heckscheibe genau so gross ist wie die Frontscheibe und kein Anstieg im hintern Bereich des Busses vorhanden ist. Das kennt man z.B. von den elektrisch angetrieben Oberleitungsbussen.

Die Türen

Besonderes sind natürlich die Türen. Diese sind als sog. Aussenschwenktüren ausgeführt. Das bedeutet, die Tür wird im ganzen von Armen nach aussen gerückt. Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Varianten für die Anordnung der Arme.
Diese Mechanik wurde hier ebenfalls angewendet. Die Tür ist ein komplettes Teil, mit zwei Noppen für den „Griff“ (damit man sie aufbekommt, ist ja keine Hydraulik drin) und der Halterung für die beiden Arme. Diese wiederum sind an einer Stange am Bus befestigt. Die Idee ist einfach, sehr realistisch und ziemlich genial.

Die Qualität

Normalerweise, bei den LEGO® Modellen, muss man nicht über die Qualität und Präzision der Bauteile sprechen.
Die Bauteile selbst sind gut verarbeitet, im direkten Vergleich etwas leichter. Unglücklich sind die Fenster, die sind etwas milchig und wirken stark verschmutzt. Vielleicht kann man dies mit Glasreiniger beheben, allerdings habe ich mich nicht getraut. Keine Ahnung wie der Kunststoff wohl darauf reagieren mag.
Ebenfalls nachteilig sind die Räder, zum rumfahren sind sie eher nicht geeignet. Dies wird, vielleicht etwas selbst ironisch, bereits auf der Verpackung thematisiert und die enthaltenen Figuren haben einen Werkzeugsatz zum Radwechsel dabei.

Info

Das Set besteht aus 235 Teilen. Neben dem Bus sind drei Figuren und ein Werkzeugset enthalten. Die Anleitung ist im Querformat gehalten. Die schon erledigten Bauabschnitte werden aus gegraut dargestellt. Das hilft der Übersicht nicht immer, trotzdem ist sie verständlich und der Bus kann ohne Rätselraten zusammengebaut werden.