H-Bahn Dortmund

Auf Instagram hatte ich bereits davon berichtet. Am 25.03.2019 war ich in Dortmund um die H-Bahn zu besuchen.

Sie befährt ein 3162 Meter langes Streckennetz mit fünf Stationen an der TU Dortmund. Das besondere ist, dass die Bahn Autonom, also ohne Fahrer, fährt.

Die Fahrzeuge halten in den Stationen, dann gehen zunächst die Türen der Stationen und dann der Fahrzeuge auf und entsprechend andersrum wieder zu. So wird vermieden, dass sich Personen im Gleisbereich aufhalten oder von den höher gelegenen Stationen in die Tiefe stürzen. Bei längeren Aufenthalten, schliessen sich die Türen und können auf Knopfdruck geöffnet werden.

Formel handelt es sich um eine Strassenbahn die vom sonstigen Verkehr unabhängig ist. Dies führt dazu, dass alle Fahrzeuge Scheinwerfer und Blinker besitzen und an der Strecke Ampeln/Signale hängen, die aber nicht Aktiv sind.

Geschichte

Entwickelt wurde das Konzept 1973 mit Förderung des damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie von DUEWAG. Durch die Übernahme von DUEWAG im Jahr 1989 bzw. 1999 durch Siemens, ging das Konzept auf Siemens über, die es offiziell 2007 aufgaben.

Gebaut wurde sie 1984 im Rahmen des „Aktionsprogramm Ruhr“ von 1979.

Zunächst zwischen Campus Nord und Süd der Technischen Universität Dortmund. Die Strecke war 1,05 km lang und es waren zwei Fahrzeuge im Einsatz.

Erweiterungen

1990 wurde die Strecke erstmals um 900m erweitert. Auf der Süd-Seite bis zur Endstation Eichlinghofen und auf der anderen Seite wurde ein Abzweig gebaut und somit die S-Bahn Station angebunden. Ausserdem wurde die Technik überarbeitet, so dass eine höhere Geschwindigkeit und somit auch Zugfolge möglich wurde. Entsprechend wurde auch drei neue Fahrzeuge geliefert.

Zehn Jahre Später folgte eine 1212m lange Erweiterung zum Technologiepark. Mit dieser beträgt die Gesamtlänge 3162 Meter.

Die Station Campus Süd wurde 2011 auf drei Gleise ausgebaut und ein weiteres Fahrzeug beschafft, damit zwischen Campus Nord und Süd durchgängig zwei Fahrzeuge eingesetzt werden können. Dieser Ausbau war notwendig, da die Schliessung der Mensa am Campus Süd zur Überlastung geführt hatte.

Im Februar 2019 wurde beschlossen die H-Bahn bis 2021 um weitere 410 m zur Entlastung der Parkplätze zu erweitern. Ausserdem sollen alle zuvor eingestellten Planungen noch einmal überprüft werden. Insbesondere die Anbindung der Stadtbahn (U-Bahn) wird dabei besonderes fokussiert. Die Stadt Dortmund plant demnach auch einen komplett zweigleisigen Ausbau.

Düsseldorf

Nach dem Grossbrand am Flughafen Düsseldorf im Jahr 1996 wurde im Rahmen der Baumassnahmen eine zweite H-Bahn Strecke gebaut und 2002 erstmals in Betrieb genommen. Hier wird die Bahn als „SkyTrain“ bezeichnet.

Sie verbindet auf 2,5 km den Fernbahnhof und Terminal C über Parkhaus P4/P5 und Terminal A/B. Anders wie in Dortmund, fahren hier zwei Fahrzeuge aneinander Gekoppelt.

Die Strecke soll über das Messegelände zur Merkur Spiel-Arena erweitert werden.

Seit 2009 wird die H-Bahn in China vertrieben.

Dort wurde 2012 beschlossen H-Bahn Systeme (dort als Air Train bezeichnet) in Wenzhou , Tianjin , Shanghai , Jinan , Luoyang , Shijiazhuang und Peking einzuführen um den Verkehr und somit die Schadstoffe zu reduzieren. Da das System eine hohe Kapazität bei geringem Platz und Kosten bedarf , gegenüber herkömmlicher Strassen-, S- oder U-Bahn bietet.

Etwas später, 2016, wurde vom Chinesischen Hersteller CRRC ein erster Zug in Nanjing vorgestellt.

Ein Jahr später, 2017 wurde con CRRC ein Dreiteiliges Fahrzeug vorgestellt, welches auf dem H-Bahn System basiert, aber den Magnetbahn-Antrieb besitzt. Also, kurz auf deutsch, die haben den Antrieb des Transrapid in den Fahrweg der H-Bahn eingebaut. Das sorgt (angeblich) dafür, dass die Kosten für Bau und Betrieb extrem gering sind und zusätzlich braucht der Zug kaum Storm.

Seit November 2017 wird an der 54,7 Kilometer langen Strecke zwischen dem Flughafen und der Stadt Hancheng gebaut.

LEGO® Feuerwache 2

Mit dem neuen Set 60215 konnte die Feuerwache 2 um eine dritte Fahrzeughalle erweitert werden.

Damit finden in ihr nun das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF, Modifiziert aus 60002), die Drehleiter (Modifiziert aus 60107), ein Einsatzleitwagen und der PKW des Wachleiters (60001) platz.

LEGO® Feuerwache 2 MOC - Übersicht

Wie bei Berufsfeuerwehren üblich sind die wichtigsten Räume über der Fahrzeughalle angeordnet. Es gibt eine Sitzgruppe mit Tisch, eine Fernsehecke, eine Werkstatt und ein Büro. Im Turm an der Seite sind Betten vorhanden.

Primär besteht die Wache selbst aus Set 60110 und Set 60215. Zusätzlich sind einige Ersatzteile verbaut. Für eine eventuelle Erweiterungen des Obergeschoss stehen noch ausreichend Teile zur Verfügung, allerdings keine Deckenplatten. Die müssen erst beschafft werden.

Leider bietet LEGO® nicht die Möglichkeit Gebäude auszuleuchten. Leider wird es, grade wenn Fahrzeuge drin stehen, in der Fahrzeughalle sehr dunkel. Deswegen kommen hier Leuchtsteine mit LEDs eines Fremdanbieters zum Einsatz. Damit ist es jederzeit ausreichend hell.

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Project Highrise

Project Highrise erschien am 08.09.2016, wurde von SomaSim entwickelt und wird von Kasedo Games vertrieben.

Spielprinzip

Als Spieler muss man ein Hochhaus bauen, dass war es eigentlich schon.

Das grundlegende Prinzip folgt dabei dem des 1993 von OPeNBook entwickeltem „The Tower“, besser bekannt als „Sim Tower“.

Das Gebäude, welches auch aus mehreren Türmen bestehen kann, darf maximal 180 Einheiten (Fliesen genannt) breit und 80 Etagen umfassen. Wobei dabei 10 unter und 70 über der Erde liegen dürfen bzw. müssen. Insgesamt dürfen 15.000 Fliesen Fläche bebaut werden.

Zunächst muss das grundlegende Gebäude bereitgestellt werden. Jeder Abschnitt muss von Bauarbeitern fertiggestellt werden, bevor er verwendet werden kann.

Ist dies erledigt, können Flächen zur Vermietung ausgewiesen werden. Im Grundspiel stehen dafür Büros, Wohnungen, Restaurants und Gewerbeflächen bereit, mit DLCs können noch Hotels und Casinos hinzugefügt werden. Für die Arten gibt es jeweils unterschiedliche Grössen, die nach und nach Freigeschaltet werden. Allerdings bedeutet der Zugriff auf die entsprechende Grösse nicht automatisch das Mieter vorhanden sind. Grade grössere Fläche, benötigen oft andere vermietet Flächen wie z.B. bestimmte Restaurants.

Neben den Flächen, muss man sich als Spieler um Transportwege (Aufzug/Treppe) als auch um die Strom, Wasser, Telefon, Gas und Kabelfernsehen Versorgung kümmern. In DLCs zusätzlich um Klimaanlagen. Daneben noch um die Entsorgung von Abfall.

Darüberhinaus müssen im Gebäude für die Mieter bestimmte Dienstleistungen bereitgestellt werden. So benötigen Läden eigene Lagerflächen oder Büros verlangen nach einem Kurierdienst.

Genau so muss auf die Verbreitung von Lärm und Gerüchen geachtet werden. Anderenfalls ziehen Mieter wieder aus.

Spielwelt

Die Ansicht ist eine 2D Seitenansicht, man blickt von der Seite in das Gebäude und die Räume hinnein.

Der Grafikstil ist dabei flach und einfach gehalten. Das bedeutet aber nicht, dass keine Details dargestellt werden! Im Gegenteil es gibt eine fülle von Details in den Räumen.

Einrichtung und Technik erinnern dabei ganz klar an die 70er und 80er Jahre des Zwanzigsten Jahrhundert. Dies zusammen mit dem Grafikstil verleit dem Spiel einen coolen Retrolook.

Trotz der Komplexität und den vielfältigen Bedürfnissen ist das Spiel sehr zugänglich. Alle Informationen werden direkt und deutlich angezeigt bzw. sind mit einem Klick auf den Raum erreichbar. Daneben gibt es noch einen Statistik-Computer der Auskunft über alle relevanten Zahlen gibt.

DLC

Zu dem Spiel sind fünf DLC erschienen, die verschiedene Erweiterungen bieten. Die Preise sind dabei dem Umfang ganz gut angemessen.

Die grösste Erweiterung, Las Vegas, bietet die angesprochenen Hotels und Casinos. Sie ist auch mit Abstand die teuerste.

Mit der Wahl der DLC sollte man allerdings trotzdem vorsichtig sein. Die DLCs schaffen neue Bedürfnisse. So bringt die Berlin Erweiterung z.B. Parkplätze die fest vermietet werden. Einige Mieter benötigen dann zwingend Parkplätze, sonst ziehen sie gar nicht erst ein.

Mods

Das Spiel unterstützt den Workshop von Steam. Hier findet man eine grosse Zahl von neuen Objekten, Mietern usw. Durch den recht einfachen Grafikstil können leicht zusätzliche Räume erschaffen werden.

Alien: Isolation

Das Spiel ist 2014 erschienen, wurde von Creative Assemly entwickelt und von SEGA unter Lizenz von 20th Century Fox (Seit 20.03.2019 Walt Disney Company) vertrieben. Es basiert auf dem Film „Alien“ von Ridley Scott mit dem Alien von HR Giger aus dem Jahr 1979.

20th Century Fox Logo in Game

Eigentlich, ist Alien Isolation kein Spiel für mich. Trotzdem war ich schnell überzeugt es trotzdem zu spielen. Es hat eine atemberaubende Atmosphäre. Besonderes herausragend ist die genial umgesetzte Retro-Technik.

Spielprinzip

Gespielt wird aus der Frist-Person-Perspektive. Von einem Ego-Shooter zu sprechen ist, naja nicht wirklich zutreffend, man kann das Spiel beenden ohne einen Schuss abgegeben zu haben.

Man steuert die Protagonistin durch die Station, auf der Suche nach Antworten und einem Weg zurück auf der Schiff mit dem sie gekommen ist. Verstecken, Anschleichen, Puzzle lösen, Verstecken, Systeme ein- oder ausschalten. Immer auf der Flucht vor dem Alien, durchgedrehten Androiden oder Plündern.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die Handhabung schon. Es gibt ein Crafting-System, mit dem Geräte „gebastelt“ werden können. Seine Bedienung ist jedoch recht eigenartig. Ebenso die Auswahl der Geräte bzw. Waffen. Daran gewöhnt man sich aber nach kurzer Zeit. Gleiches gilt für die etwas eigenartigen Speicherpunkte.

Anderes als bei vielen neueren Titeln, gibt es so gut wie nichts zu entscheiden und keine alternativen Pfade oder Enden.

Spielwelt

Wie schon angedeutet, ist die Spielwelt das absolute Highlight.

Sevastopol, die Raumstation auf der ein Grossteil der Handlung stattfindet, ist perfekt dem original Film nachempfunden. Sie ist düster und kaputt., was aber nicht nur am Alien liegt.

Zum Zeitpunkt des Spieles sollte die Station stillgelegt werden, entsprechend wurden Wartungsarbeiten nicht durchgeführt usw. Schon zu Anfang bemerkt Ripley sehr treffend „Hier fällt alles auseinander“.

Geschichte von Sevastopol

Gebaut wurde die Station zwischen 2095 und 2105 von Lorenz SysTech Developments und dem Investor GeoFund. Sie sollte an ein Unternehmen verkauft werden. Dies scheiterte allerdings, so dass die Investoren beschlossen die Station aufgrund ihrer verkehrstechnisch günstigen Lage als Freihafen zu betrieben.

Später wurden die Verkehrsverbindungen verlegt, so dass Sevastopol nun abgeschlagen liegt. Trotzdem wurde sie 2124 von Seegson gekauft um hier kostengünstig Androiden herzustellen. Diese sollten zusammen mit dem der „APOLLO“ KI vertrieben werden. Ausserdem sollte die Station als extra solare Plattform (also praktisch eine Kolonie oder ein Aussenposten) dienen. Später wurde Gemini Exoplanet Solutions anbord geholt um Helium-3 aus dem Planeten KG-348 den Sevastopol umkreist abzubauen.

Alien: Isolation - Planet KG348

Eine weile lief die Station gut, aber bald gab es erneut finanzielle Schwierigkeiten. So wurde 2137 beschlossen die Station zu schliessen.

Aufbau von Sevastopol

Die Station besteht aus drei Türmen, die auf einer Basis aufgebaut sind. Unten befindet sich der Computer „APOLLO“ und der Reaktor. Verbunden sind sie mit dem sog. Towerlink System, einer Bahn, welche Kabinen zwischen zwei Haltestellen hin- und herschickt. Wobei nur eine Kabine pro Verbindung zwischen zwei Punkten im Einsatz ist.

Die drei Türme sind wie folgt bezeichnet:

  • Lorenz SysTech Spire
    • Seegson Kommunikationszentrale
    • Techsupport
    • Gemini Exoplanet Solutions
  • SciMed Tower
    • San Cristobal Medical Facillity
    • Seegson Synthetics
    • Towerlink Control Center
  • Solomons Habitation Tower
    • Wohnungen
    • Raumfahrtterminal
    • Solomons Galleria (Einkaufszentrum)
    • Büro des Marshal

Zurück zur Spielwelt

Die Entwickler haben sich sehr viel Mühe gegeben, die Station wie die Nostromo wirken zu lassen. Um die dadurch entstehende optische Ähnlichkeit des Innenlebens zu erklären, wurde die Station etwa zur selben Zeit gebaut wie die Nostromo. Sie ist bis in den letzten Winkel authentisch konstruiert. Natürlich wirken einige Anlagen aus heutiger Sicht etwas eigenartig und viele Wege sind fürs Gameplay entstanden, irgendwo muss man sich vor dem Alien verstecken usw.

So wurden Bandlaufwerke, CRT Monitore mit einfarbiger Anzeige (z.B. Schwarz-Grün, Schwarz-Orange) usw. benutzt. Für die Ausstattung galt, es musste 1979 möglich gewesen sein sie zu erschaffen. Vieles, beispielsweise die Korridore, wurden nach den original Plänen des Films entworfen, die 20th Century Fox zur Verfügung gestellt hat. Es entsteht wirklich die Atmosphäre des Films und auch dessen klaustrophobischen Züge. Im Gegensatz zu anderen SciFi Reihen, wie Star Trek, die saubere, aufgeräumte, symmetrische helle Raumschiffe/Stationen besitzen, gleicht es im Film (und somit im Spiel) eher einer Müllhalde. Den Film zu kennen, ist übrigens keine Voraussetzung um das Spiel zu mögen. Alles wichtige wird einem erzählt. Ich persönlich wusste zwar von dem Film und das Ende ist nicht sehr schwer zu erraten, aber hatte ihn vorher nicht gesehen. Nach dem Spiel habe ich das nachgeholt.

Besonderes ist auch das Alien selbst. In den meisten Fällen agiert es ohne festes scripting. Das bedeutet, man kann auf das Alien treffen, oder halt nicht. So kann es vorkommen, dass man in einem Missionsabschnitt komplett in ruhe gelassen wird. Macht man allerdings zu viel Lärm, wird das Alien vorbeikommen und nach dem rechten sehen. Normalerweise trifft man nicht auf das Alien bevor es einem offiziell „vorgestellt“ wird. Ist man zu laut oder bleibt zulange an einem Ort, kann es einem passieren, dass man schon vorher von ihm getötet wird. Manchmal wird man sehr genervt und verbringt viel Zeit in Schränken, unter Tischen oder … wird getötet … und direkt noch mal. Zwar ist es oft frustrieren, aber es gehört einfach dazu. Dann gilt es zu denken „Alien, kannst du nicht wo anderes doof sein“ und weiter zu machen.

DLC

Es sind sieben DLCs erschienen. Davon konnte man fünf über den Season Pass erwerben. Die anderen beiden, Crew Expendable und Last Survivor mussten dennoch extra erworben werden.

Allerdings sind grade diese beiden DLCs die interessanten. Dort kann man, im englischen mit den Stimmen der original Schauspieler(!) Teile der Story des originalen Alien Films nachspielen. Entsprechend gross war die Verärgerung der Spieler.

FlixBus geht auf die Schiene

Der Fernbusanbieter FlixBus, bietet im März unter der Marke „FlixTrain“ weitere Zugverbindungen an.
In den Zeitungen und Nachrichtenportalen liest man dazu Schlagzeilen wie „FlixBus greift Deutsche Bahn an“ oder „Warum FlixBus der Bahn gefährlich wird“.

Wirklich neu?

So richtig neu ist das aber nicht. Bereits im August 2017 hatte Leo Express den Anbieter Locomore übernommen und fährt seitdem auf dessen Relation Stuttgart – Berlin, über Heidelberg, Frankfurt und Hannover. Hier ist FlixBus aktuell als Vertriebspartner tätig. Ab April 2018 werden die Fahrzeuge in FlixBus/Train-Grün fahren.
Zusätzlich wird Ende März die Strecke Köln – Hamburg, über Düsseldorf, Essen, Osnabrück, jedoch nicht über Bremen, hinzukommen. Auf der selben Route ist bisher der private HKX unterwegs. Anderes als man im Moment den Eindruck gewinnt, ist der „neue“ FlixTrain kein neuer Zug, sondern der HKX in Grün. Betreiber der Züge sind weiterhin Leo Express bzw. HKX. Durch die FlixTrain „übernahme“ entfällt bei beiden Zügen übrigens die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung.

Aus irgendeinem Grund, wird die Betriebsaufnahme von FlixBus, die eigentlich gar keine ist sondern nur ein neuer Name auf zwei bestehenden Zügen, von den Medien gefeiert. Erstmals hätte die Deutsche Bahn AG echte Konkurrenz im Fernverkehr. Was schon ein wenig übertreiben ist, da keine einzige neue Verbindung entsteht und die beiden FlixTrains ohnehin schon nicht rentabel fahren.

Nicht alles glänzt, was grün ist

Überhaupt die Annahme, dass FlixBus einen Bus oder einen Zug bewegt ist schon falsch. FlixBus ist nichts weiter als eine Vertriebsplattform. Die Flixmobility GmbH besitzt und betreibt lediglich ein einziges eigenes Fahrzeug. Theoretisch vertreibt FlixBus die Tickets für die einzelnen Busunternehmen und überwacht deren Qualitätsstandards. Wie gut das Funktioniert, zeigt ein Blick auf die Fernbushaltestelle in Oldenburg. Wenn dort Bruns Reisen (eine Marke der Hülsmann Omnibusbetriebe Verwaltungs GmbH / REISEFREUNDE GmbH & Co. KG) mit einem Mercedes Integro vorfährt. Diese Fahrzeuge verfügen über keines der Merkmale die FlixBus bewirbt, wie W-LAN, Steckdosen oder eine Toilette. Von den Lenkzeitüberschreitungen bei anderen Unternehmen mal ganz abgesehen.
In diesem Zusammenhang interessant, die Bereichte geben als Vorteil von FlixBus / FlixTrain gegenüber dem InterCityExpress (ICE) der Bahn an, sie hätten W-LAN, Steckdosen und demnächst kostenlose Filme und Serien. Naja, alle in betrieb befindlichen ICE Züge, (genauer ICE1 (DB 401), ICE2 (DB 402) ICE3 (DB 403 (neu), DB 406, DB 407), ICE4 (DB 412) und ICE-T (DB 411, DB 415)) verfügen über W-LAN, Steckdosen und im W-LAN ICE-Portal auch über kostenlose Filme und Serien von Maxdome. Die Aussage, die ICE hätten dies alles nicht, ist schlecht falsch. Ob das in jedem Fahrzeug zum Zeitpunkt der Reise funktioniert sei da hingestellt, aber bei FlixBus ist es ebenfalls nicht garantiert.

Bei von FlixBus, und somit auch bei FlixTrain, abgenoteten Reisen gibt es einen weiteren Nachteil. Während man bei der Bahn bei Verspätungen oder Ausfällen einen anderen Zug nutzen kann, insbesondere wenn ein Anschluss nicht erreicht wurde, kann bei über FlixBus vertriebenen Tickets nur der Preis erstattet werden. Einen anderen Bus darf man nicht nutzen. Solange man nicht Umstiegen muss, was bei Fernbussen tatsächlich weniger häufig ist wie bei der Bahn, bleibt nur das Problem eines Ausfalles. Zwar bekommt man sein Ticketpreis zurück, aber man muss ein Ticket für den nächsten/anderen Bus kaufen.

Was kann FlixBus besser?

Worauf stützt sich das Vertrauen in FlixBus, dass sie die beiden Strecken besser bzw. rentabler, betreiben können als die beiden Vorgänger? Günstiger ist FlixTrain nicht. Sowohl HKX als auch Locomore hatten ein massives Problem, der Vertrieb funktionierte überhaupt nicht. Beim HKX hatte man versucht das Problem darüber zu lösen, dass man sich dem DB-Preisystem anschloss und die Fahrzeuge der Kategorie C (Nahverkehr) akzeptierte. Somit war es möglich den Zug mit jedem normalen DB-Fahrschein zu nutzen. Das bedeutet, erstmals könnte es einem privaten Anbieter gelingen seine Tickets mit FlixBus tatsächlich an den Kunden zu bringen.
Zumal grade die Strecke Köln <-> Hamburg auch schon vom Metropolitan Express Train (MET) zwischen 1999 und 2004 befahren wurde. Er wurde, wie überraschend, wegen mangelnder Auslastung wieder eingestellt. Selbst die ICE-Verbindungen über Osnabrück und Bremen sind inzwischen weitgehend eingestellt oder normale InterCity.
Es erscheint sehr zweifelhaft, dass FlixBus das nur durch den besseren Vertrieb hinbekommen soll.