Chris Sawyer’s Locomotion / Transport Tycoon / OpenTTD

Transport Tycoon (Deluxe, kurz TTD) erschien 1994, Programmiert wurde es von Chris Sawyer und von MicroProse (heute Atari SA) veröffentlicht.
2004 wurde von Chris Sawyer zusammen mit Atari und der Technik von RollerCoaster Tycoon 2, Locomotion als quasi Nachfolger veröffentlicht.
Ebenfalls 2004 begann die Entwicklung von OpenTTD, welches zunächst auf den Dateien des originalen TTD aufbaute und seine Grafiken nutzte. Seit 2008 ist es vollständig unabhängig davon und als Open Source veröffentlicht.

Allgemeines

Natürlich besteht zwischen den drei Spielen ein wesentlicher Unterschied. Allerdings sind die alle so eng verwand, dass ich sie zusammen vorstellen möchte.
Während TTD und OpenTTD sehr dicht bei einander liegen, ist Locomotion eher eine „Light“-Variante. Mit einer detaillierten Grafik, aber deutlich reduzierter Komplexität. Letzteres macht allerdings den Multiplayer interessanter, da man sich nicht im Mircomangement oder die Frage, wie man das Depot nun irgendwie angebunden bekommt verfängt.

Spielprinzip

Alle drei Spiele sind nach dem selben Prinzip aufgebaut: Transportiere Fracht und/oder Passagiere von A nach B.
Um dies zu erledigen, kann der Spieler Strassenfahrzeuge, Züge, Flugzeuge und Schiffe einsetzen. Je nach Spiel, sind natürlich unterschiedliche Fahrzeuge/Typen enthalten.

Hört sich jetzt erst mal nicht ganz so spannend an.
Die Sache ist allerdings deutlich komplexer. Es muss neben dem reinen transportieren noch darauf geachtet werden, die Einrichtungen (wie z.B. Fabriken) mit Material versorgen. Wird die ganze Produktionskette (z.B. vom Kohle/Erz-Bergwerk, über das Stahlwerk, Warenfabrik zur Stadt) einbezogen, lassen sich die Produktionsraten erhöhen und somit noch mehr Gewinn machen.
Aber Vorsicht, im Spielverlauf eröffnen neue Industrien und schliessen andere. Das kann einem die Linienführung ganz erheblich zerstören und das Spiel bleibt interessant.

Die Verkehrswege, also Schienen, Strassen usw. müssen dabei ebenfalls durch den Spieler gebaut werden. Städte haben bereits Strassen, die genutzt werden können. Meistens ist es sogar notwendig, wenn Fracht in die Stadt geliefert werden soll.

Beliefert man die Städte, gleich ob mit Waren oder Passagieren, so beginnen diese zu Wachsen. Nach einigen Spieljahrzenten, gleich die Sätdte oft aufgeplatzten Sofakissen. Der Bau von Bahnhöfen ist dann praktisch unmöglich. Zwar wäre es möglich Häuser dafür abzureissen (was den Ruf bei der Stadt verschlechtert) allerdings räumt einem die Stadt oft nicht die notwendigen Rechte ein. Selbst wenn, verliert man sie, weil der Ruf sinkt. Grade im späteren Multiplayerspiel, stellt das häufig eine grosse Herausforderung da.

Spielwelt

Bei allen drei Spielen ist die Ansicht Isometrisch, wie es zum erscheinen von TTD üblich war. Als Welt dient eine Karte aus quadratischen Kacheln, welche an den Ecken und Kanten oder komplett erhört sein können. So lassen sich Berge, Täler, Buchten usw. schaffen. Üblicherweise befindet sich auf einer Ebene Wasser. Alle drei Spiele bieten einen Szenarioeditor mit dem sich eigene Karten erschaffen lassen. Für Locomotion gibt es von der Community entwickelte Tools mit denen sich aus Highmaps einfach Landschaften erschaffen lassen.

Ein Satz zur Grafik, Bei OpenTTD ist sie der originalen DOS-Grafik nachempfunden, während bei Loco die selbe Grafik wie bei RollerCoaster Tycoon zum Einsatz kommt.

Multiplayer

Sowohl TTD, OpenTTD als auch Locomotion bieten die Möglichkeit das Spiel im Multiplayer mit anderen zusammen zu spielen. Leider ist die Anzahl bei Locomotion auf zwei Spieler begrenzt. OpenTTD hingegen, können (theoretisch) 255 Spieler mit 15 Firmen spielen. Zusätzlich ist es bei TTD möglich, das Spiel auf einem dedizierten Server zu spielen. Einige andere Probleme, die im Multiplayer auf dedizierten Servern von OpenTTD auftreten (z.B. das alle Industrien verschwinden) lassen sich in Loco durch bessere Optionen lösen.

Von den verfügbaren Wirtschaftssimulationen ist der Multiplayer von Locomtion bzw. OpenTTD, meiner Meinung nach, der beste aktuell verfügbare.
Zwar bieten andere Spiele, z.B. Anno 2070 zwar einen Multiplayer Modus an, jedoch nur ein wirklich geeignetes Szenario und leider keine Möglichkeit eigene zu erschaffen. Da durch wird das Spiel leider extrem schnell langweilig.
Bei Loco lässt sich im Szenarioeditor einstellen welche Bedingungen zum „Sieg“ führen, bei OpenTTD kann dies über entsprechende Scripte erledigt werden, ansonsten spielt man praktisch ein „Endlosspiel“.

Mods

Sowohl für OpenTTD als auch für Locomotion gibt es eine gewaltige Anzahl von Mods. Nahezu alle deutschen und amerikanischen Fahrzeuge sind verfügbar. Dazu kommen neue Bahnhöfe, Industrien, sonstige Gebäude, Signale usw.
Bei Locomotion stösst man allerdings auf das Problem, dass sich nur eine sehr begrenzte Zahl an Mods laden lassen. Grade was Signale und Schienen angeht, sind für die Nutzung der Mods erweitere Kenntnisse erforderlich.
An dieser Stelle könnte eine Lange… wirklich sehr lange Liste … von wirklich hervorragenden Mods stehen. Allerdings würde ich sicherlich noch welche vergessen und wirklich übersichtlich wäre es auch nicht. Deswegen verzichte ich an dieser Stelle darauf.

Links und Infos

Homepage von TTDPatch
Homepage von OpenTTD (Englisch)

Sluban – M38® Linienbus (Set B0330)

Beim LEGO® Linienbus hatte ich auf die deutlich besseren Türen der „nachgemachten“ Modelle chinesischen Hersteller hingewiesen.
Eins dieser Fahrzeuge, und seine Türen, möchte ich näher vorstellen.

Der Bus

Es handelt sich um einen Solobus in Niederflur Ausführung mit zwei Türen und Klimaanlage. Er bietet Platz für fünf Fahrgäste und den Fahrer. Für Gepäck gibt es keinen extra Platz, die normalen Koffer können aber im hinteren Teil, gegenüber der Sitze verstaut werden.
Die Klimaanlage auf dem Dach dient gleichzeitig als Griff um das Dach abzuheben. So lassen sich einfach Figuren in den Bus setzen (oder wieder raushohlen). Als Motorisierung vermute ich einen Elektroantrieb (der LEGO® Bus ist laut Aufschrift ein Hybrid), da die Heckscheibe genau so gross ist wie die Frontscheibe und kein Anstieg im hintern Bereich des Busses vorhanden ist. Das kennt man z.B. von den elektrisch angetrieben Oberleitungsbussen.

Die Türen

Besonderes sind natürlich die Türen. Diese sind als sog. Aussenschwenktüren ausgeführt. Das bedeutet, die Tür wird im ganzen von Armen nach aussen gerückt. Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Varianten für die Anordnung der Arme.
Diese Mechanik wurde hier ebenfalls angewendet. Die Tür ist ein komplettes Teil, mit zwei Noppen für den „Griff“ (damit man sie aufbekommt, ist ja keine Hydraulik drin) und der Halterung für die beiden Arme. Diese wiederum sind an einer Stange am Bus befestigt. Die Idee ist einfach, sehr realistisch und ziemlich genial.

Die Qualität

Normalerweise, bei den LEGO® Modellen, muss man nicht über die Qualität und Präzision der Bauteile sprechen.
Die Bauteile selbst sind gut verarbeitet, im direkten Vergleich etwas leichter. Unglücklich sind die Fenster, die sind etwas milchig und wirken stark verschmutzt. Vielleicht kann man dies mit Glasreiniger beheben, allerdings habe ich mich nicht getraut. Keine Ahnung wie der Kunststoff wohl darauf reagieren mag.
Ebenfalls nachteilig sind die Räder, zum rumfahren sind sie eher nicht geeignet. Dies wird, vielleicht etwas selbst ironisch, bereits auf der Verpackung thematisiert und die enthaltenen Figuren haben einen Werkzeugsatz zum Radwechsel dabei.

Info

Das Set besteht aus 235 Teilen. Neben dem Bus sind drei Figuren und ein Werkzeugset enthalten. Die Anleitung ist im Querformat gehalten. Die schon erledigten Bauabschnitte werden aus gegraut dargestellt. Das hilft der Übersicht nicht immer, trotzdem ist sie verständlich und der Bus kann ohne Rätselraten zusammengebaut werden.

LEGO® – Heartlake Hospital (Set 41318)

Das Emergency Treatment Center (kurz ETC, 6380) ist als allgemeines Krankenhaus doch eher klein. Es verfügt lediglich über einen Behandlungsraum, dem Empfang und einen weiteren Raum. Daher wird das ETC durch ein neues Krankenhaus ergänzt.

Im Juni brachte LEGO® das neue Heartlake Hospital aus der Friends-Serie auf den Markt. Zwar von der Architektur des Gebäudes nicht besonderes ausgefallen, aber dafür im Inneren sehr detailverliebt. Zwar ist es als Friends-Set für die etwas grösseren Mini-Dolls ausgelegt, jedoch können die normalen Mini-Figs die Einrichtung ohne Probleme benutzen. Zwischen beiden besteht ein Unterschied von der Höhe einer Platte.

Das Gebäude hat fünf Räume, diese sind in vier Baugruppen bzw. Modulen untergebracht. Das Erdgeschoss und drei Module zum draufsetzen auf das Erdgeschoss.
Besonderer Clou, die drei Module, können einfach nach Bedarf neu angeordnet werden. So ist es möglich, aus dem eigentlich zwei stöckigen Gebäude eines mit drei Stockwerken zu machen.

Die Räume/Module

Wie schon erwähnt, ist das Gebäude in das Erdgeschoss mit Empfangsbereich und die drei Raum-Module aufgeteilt. Die Module sind dabei: Behandlung I & II und Toilette/Säuglingsraum.

Empfangsbereich

Das Erdgeschoss des Krankenhaus ist zwei Module breit, so das zwei Räume darauf gesetzt werden können. Alternativ kann auch nur ein Modul und das Dach aufgesetzt werden. Ebenfalls möglich ist, die Module in der Mitte zu platzieren. Nachteil dabei ist, dass mit den im Set enthaltenen Teilen die Lücken im Dach des Erdgeschosses nicht geschlossen werden können.
Ausgestattet ist es mit dem Empfangstresen in der Mitte, dem gegenüber befindet sich eine (Automatik-)Schiebetür. Vom Desk ausgesehen Links, findet sich ein Wartebereich mit Wasserspender, Kaffee- und Snack-Automat. Auf der anderen Seite ist ein Aquarium neben der Tür platziert. Der restliche Raum ist frei und stellt den Liegendeingang da. Dort kann die im Set enthaltende Trage problemlos abgestellt werden.

Behandlung I

Im ersten Behandlungsraum können Verbände angelegt, wunden gereinigt und versorgt und Brüche eingegipst werden. Dafür steht ein Behandlungsstuhl in der Mitte bereit. Material gibt es in einem Wandschrank und auf einer Konsole. Um dem Patienten seine Verletzungen besser erklären zu können, ist ein Skelett aufgehängt. Ebenfalls in diesem Raum ist ein Röntgengerät untergebracht.

Behandlung II

Für schwerwiegendere Verletzungen oder Erkrankungen ist der zweite Behandlungsraum geeignet.
Hier findet sich eine Liege, die mit zwei Operationsleuchten ausgestattet ist. Zusätzlich kann an der Seite ein Infusionshalter befestigt werden.

Toilette/Säuglingsraum

Dieses Module beinhaltet gleich zwei Räume. Zum einen die Toilette. Mit einem WC, einem Waschbecken, welches auch als Badewanne für ein Baby genutzt werden kann, ein herunterklappbarer Wickeltisch und einer Waage. Direkt nebenan ist ein Wiege untergebracht, dort ist ein Mobile aufgehängt und es steht eine Art Bettsofa am Fenster.

Zubehör

Neben dem Hauptgebäude, sind in dem Set noch ein Rettungswagen, eine Trage, ein Wagen und ein Hubschrauber enthalten.

Modifikationen

Grundsätzlich hätte das Krankenhaus einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach, diesen habe ich nicht verbaut. Das Problem dabei ist, der Beach Rescue Chopper (6342) ist zu gross um auf dem Dach zu landen.
Im Behandlungsraum II wurde, abweichend zur Anleitung der Behandlungstisch in die Mitte und die Lampe ans Fussende verlegt. Damit kann der Patient von beiden Seiten erreicht werden kann. Dadurch wandert das Computer-Terminal und der Gerätehalter mit der Lupe auf die rechte Seite.
Grundsätzlich hatte ich überlegt, dass Baby-Bett zu entfernen und dafür das Röntgengerät dort einzubauen. So das es nicht mehr Behandlungszimmer steht. Allerdings wusste ich nicht wohin mit dem Sofa.
Damit die Trage von normalen Minifigs benutzt werden kann, wurde eine 2×2 Platte aus der Halterung entfernt.
Der Rettungswagen hat leichte Modifikationen an der Front erhalten, um ein einheitlicheres Bild mit den anderen Fahrzeugen zu erreichen. Ausserdem wurden die Lichtanlagen auf dem Dach verändert und erweitert. Neben dem Balken vorne, hat das Fahrzeug einen weiteren hinten. In diesem sind zusätzliche Blinker und Rücklichter eingebaut um eine bessere Sichtbarkeit zu erreichen.

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LEGO® – Linienbus (Set 60154)

Im öffentlichen Verkehrsnetz der LEGO® City gab es einen Neuzugang. Mit dem Set 60154 gibt es wieder einen echten Stadtbus von LEGO®. Zwar haben die Dänen es immer noch nicht geschafft eine halbwegs brauchbare Lösung für die Türen zu finden, da finde ich „nachgemachte“ Modelle der chinesischen Hersteller deutlich besser, aber ansonsten ist das Fahrzeug gut gelungen.

Neben dem eigentlich Bus enthält das Set eine Haltestelle und einen Kiosk, sechs Figuren, zwei Fahrräder, einen Hund und einen Rollstuhl. Genau, ein Rollstuhr, der Bus und die Haltestelle sind für die Benutzung durch von mobilitätseingeschränkten Menschen ausgelegt. Eine wirklich tolle Idee.

Werfen wir einen genaueren Blick auf den Bus.

Dieser verfügt über drei Achsen und zwei Türen. Die Zahl der Achsen ergibt sich aus der Länge und die wiederum ist durch die grosse Doppeltür in der Mitte bedingt. Allerdings braucht der Bus die Doppeltür, da sonst der Rollstuhl nicht durch die selbige passen würde.

Im vorderen Teil, dem Arbeitsplatz des Busfahrers, befindet sich, neben dem Lenkrad und einer Kaffeetasse, ein weiteres cooles Detail: eine 1×1 Kachel, welche eine Kasse, ein IBIS Steuergerät oder ein Bezahlterminal (etc) darstellen soll.

Bei dem Bus handelt es sich praktisch um einen sog. „Low Entry“, den alle Einstiege sind stufenlos, aber die Sitzplätze sind nur über eine Stufe erreichbar. In der Fahrzeugmitte befindet sich der Rollstuhlstellplatz, dieser ist ebenfalls stufenlos erreichbar und wird auf der einen Seite durch eben die Stufe und auf der anderen Seite durch eine Gepäckablage begrenzt, so dass der Rollstuhl nicht während der Fahrt durch den Bus fliegt.

Hinten am Bus sind zwei Fahrradträger. Diese erwiesen sich so, wie von der Bauanleitung vorgesehen allerdings als nicht nutzbar. Im Originalzustand liegen beide Halterungen auf der selben Höhe, daher blockieren sich zwei Fahrräder an den Lenkern, die dann ebenfalls auf gleicher Höhe sind. Setzt man ein Fahrrad falschrum ein, passt es zwar, hat aber keinen richtigen Halt mehr. Ich habe das Problem so gelöst, dass ich einen Halter um eine Reihe nach oben versetzt habe und das Fahrrad dort andersrum einhänge, so hat es halt und passt neben das andere. Im zusätzlichen Platz befinden sich aus den zusätzlichen Teilen, nun ein Rückfahrscheinwerfer und eine Nebenschlussleuchte.

Die Bushaltestelle und der Kiosk

Wie eine moderne innerstädtische Haltstelle nun einmal so ist, kommt das Wartehäuschen daher. Einfaches Häuschen mit zwei Wänden und Dach, einer Sitzbank, Mülleimer und, als Besonderheit, Fahrradständer. Wie oben bereits erwähnt, ist die Haltestelle barrierefrei, sie verfügt über eine Rampe mit dessen Hilfe sich der Rollstuhl einfacher in den Bus schieben lässt. Laut Anleitung soll die 90Grad von der Haltestelle weg gehen, ich habe sie aus optischen Gründen direkt nach vorn zeigen lassen.

Wer bei einem Kiosk an einen modernen Tante-Emma-Laden gedacht hatte, wird zunächst enttäuscht. Er ist nichts weiter als ein kleiner Stand mit Zeitungen, Obst und (laut Beschreibung) Getränkedosen. Zusätzlich ist eine Strassenlaterne angebaut. Wirkt ein wenig danach, dass man noch Steine auffüllen musste um wieder einen glatten Preis zu erzielen.

Info

Das Set besteht aus 337 Teilen. Enthalten sind sechs Minifiguren und ein Hund.

LEGO® is a trademark of the LEGO Group of companies (http://www.lego.com) which does not sponsor, authorize or endorse this site